DENKMAL

Ein Schritt zurück in die Zukunft
Im Jahre 2006 wurde auf die Initiative von Barbara Fuchs das Denkmal der Oberweseler Bürger für ihre Jüdischen Nachbarn errichtet. Es trägt die Namen aller Juden des Ortes, die von 1933 bis 1945 vertrieben und ermordet worden sind. Das Denkmal wurde in einem feierlichen Akt am 3. September 2006 der Öffentlichkeit übergeben. Ehrengast zu diesem Anlass war der 1930 in Oberwesel geborene Rabbiner Dr. Alfred Gottschalk, der seit 1939 in den USA lebt.
Hubertus JäckelArchitekt Hubertus Jäckel mit dem Modell des Denkmals der Oberweseler Bürger für ihre Jüdischen Nachbarn
Barbara Fuchs mit Rabbiner Gottschalk in New York,
Januar 2006
New York 2006

MIT JUDEN REDEN

Ausstellung: JUDEN BEGEGNEN
Fragen und Antworten zum jüdischen Leben heute.

Wo? In der Synagoge am Schaarplatz in 55430 Oberwesel
Wann? Vom 16. Februar 2009 bis zum 31. August 2009

Die Ausstellung ist als Basis zum Gespräch über das Judentum und die Juden aufgebaut. Sie bietet den Besuchern, die heute selten gewordene Gelegenheit, in einem persönlichen Gespräch mit einem Juden direkte Antworten zu bekommen. So können Fragen zu der Geschichte der Juden vor Ort, zum jüdischen Glauben und den daraus resultierenden Praktiken und Gewohnheiten wie z. B. Essen, Kleidung u. ä. geklärt werden. Genauso wie Fragen zur Bibel und zu jüdischen Festen. Aber auch aktuelle Fragen zu der Vielfalt des jüdischen Lebens, der jüdischen Kultur heute und des Antisemitismus können angesprochen und beantwortet werden.

Ein Teil der Präsentation bildet eine kleine Sammlung einfacher Kultgegenstände und Gebetbücher aus privatem Besitz. Das Spektrum reicht von einem Gebetbuch für Feiertage aus Wilna – Litauen über ein Gebetbuch des aus Oberwesel stammenden und 1939 geflohenen Rabbiner Alfred Gottschalk bis zu fotokopierten Gebetbüchern, die heute im Gebrauch der jüdischen Gemeinden und Gruppen sind.

Die Ausstellung ist in Zusammenhang mit dem 2006 aufgestellten Denkmal für die jüdischen Nachbarn zu sehen. Sie ist für Besucher aller Altersgruppen, die sich über das jüdische Leben heute und für die Vitalität des Judentums informieren wollen, eingerichtet. Damit unterscheidet sich die Ausstellung Juden begegnen von der Mehrheit der Einrichtungen die sich auf die toten Juden der Vergangenheit oder Juden als Opfer und Verfolgte konzentrieren. Die Ausstellung in Oberwesel will darauf hinweisen, dass das Judentum eine Basis nicht nur des Christentums, sondern auch der Werte Europas von heute darstellt.

Die Ausstellung ist auf Vereinbarung zu besichtigen. Telefon: 0170 180 36 85

WISSENSWERTES ÜBER JÜDISCHEN GLAUBEN

Rheinzeitung, 1. April 2009

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Bericht Teil 1
Bericht Teil 2

JÜDISCHES LEBEN IN OBERWESEL


... von 1241 bis heute – Eine historische Übersicht

VERANSTALTUNG AM 08.11.2009

Gedenkfeier für die Opfer des Pogroms vom 9./10. November 1938.

An die 30 Bürger haben sich um 17: 30 am Denkmal der Oberweseler Bürger für ihre jüdischen Nachbarn am Schaarplatz versammelt. Sie wurden von Frau B. Fuchs – Rabbi Hillel e.V. begrüßt.
Frau Weiler hat eine Kerze zu Erinnerung gezündet. Danach hat Stadtbürgermeister Herr J. Port gesprochen. Mit einer Rede über die Folgen des Pogroms von V. Sanovec wurde die Gedenkfeier abgeschlossen.
Es war die erste Veranstaltung in Oberwesel zu der sogenannten Kristallnacht seit 71 Jahren.
Link zur Rede von Victor Sanovec

VERANSTALTUNG AM 21.01.2010

Die Zukunft des Judentums in Deutschland

Zeit: Donnerstag, 21. Januar 2010, 18.00 Uhr
Ort: Hauptschule im Heuss-Adenauer-Schulzentrum,
Kirchstraße 41, Oberwesel

Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Jüdisches Leben in Deutschland endete nicht wie von den Nazis geplant in Auschwitz, sondern besitzt heute wieder breite Vielfalt. Derzeit leben in Deutschland ca. 130.000 Menschen jüdischen Glaubens. Außerhalb großer Städte ist es Kindern und Jugendlichen kaum möglich, Juden zu begegnen. Der Verein Rabbi Hillel e.V. lädt regelmäßig zum Dialog zwischen Juden und Nichtjuden ein.

Elisa Klapheck ist eine von zwei Rabbinerinnen in Deutschland und seit Oktober 2009 in Frankfurt am Main tätig. Im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern wird sie über die Zukunft des jüdischen Lebens in Deutschland diskutieren. Elisa Klapheck hat Politologie und Judaistik studiert und war lange politische Journalistin und Pressesprecherin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Im Rahmen der jüdischen Frauenorganisation „Bet Debora – Frauenperspektiven im Judentum“ sowie anderen jüdischen Initiativen setzt sie sich intensiv für die Erneuerung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa ein. Das Gespräch leitet Victor Sanovec, Vorsitzender des Vereins Rabbi Hillel e.V.
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FÜR RABBINERIN BLEIBT RELIGION
EIN ABENTEUER


Rheinzeitung, 26. Januar 2010

Langer Weg aus schweren Schatten: Elisa Klapheck spricht in Oberwesel mit Jugendlichen über den Holocaust und modernes jüdisches Leben

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VERANSTALTUNGEN ZUM THEMA
JÜDISCHES LEBEN
VON SEPTEMBER 2010 BIS JUNI 2011


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